Der Kaffeereport 2015 von Tchibo Zahlen und Fakten über Kaffee

Sabine Hürdler - Fotolia.com

Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen. Gut 149 Liter trinkt der typisch Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Kein Wunder, dass sich um das schwarze Getränk so viele Mythen ranken. In dem aktuellen Kaffeereport „Kaffee in Zahlen“ 2015 räumt Tchibo anhand gesammelter Forschungsergebnisse mit vielen dieser Mythen auf.

Ich kenne kein anderes Lebensmittel, um welches sich so viele Mythen wie um Kaffee ranken: Er hält und wach, macht süchtig und lässt unseren Blutdruck steigen. Ob und was von diesen Mythen alles stimmt und was nicht, deckt Tchibo anhand gesammelter Forschungsergebnisse in dem aktuellen Kaffeereport Kaffee in Zahlen 2015 auf. Aber nicht Mythen werden entlarvt. Man kann viel interessantes über Anbau und Konsum im Kaffeereport nachlesen. So ist z.B. laut den Report Kaffee das beliebteste Getränk der Deutschen. Ganze 149 Liter trinken wir durchschnittlich pro Jahr.

Das Koffein im Kaffee

Es ist wohl unumstritten, dass der wirksamste und bekannteste Wirkstoff im Kaffee das Koffein ist. Gleichzeitig ist Koffein aus wissenschaftlicher Sicht die am Meisten konsumierte pharmakologische Substanz. Das Koffein wirkt binnen kurzer Zeit nach der Einnahme auf das Gehirn und auf das zentrale Nervensystem. Die bekannteste Wirkung ist dabei, dass es uns wacher werden lässt. Das liegt daran, das Koffein das Hormon Adenosin hemmt. Dieses Hormon sorgt dafür, das wir schläfrig werden. Was weniger bekannt ist, ist die Tatsache, das Koffein die Gefäße im Gehirn verengt. Das sorgt dafür, das Kopfschmerzen (auch Migräne) gelindert wird. Aus diesem Grund wird Koffein in einigen Medikamenten als Analgetikum (Schmerzmittel) eingesetzt.

Kaffee ist nicht nur sehr beliebt. Es ist auch eins der am besten erforschten Lebensmittel überhaupt. Dementsprechend viele Studien gibt es zu diesem Thema. Wer sich für die Auswirkungen von Kaffee auf die Gesundheit interessiert, dem möchte ich die Webseite des grünen Kreuzes zum Thema Kaffee und die Wirkung auf die Gesundheit ans Herz legen. Hier sind verschiedene Fakten über Kaffee und seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit beschrieben. Genauso wie der Kaffeereport berichtet das grüne Kreuz, dass Kaffee durchaus positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat.

Interessantes aus dem Kaffeereport 2015

Mythen und Forschung

Eigentlich wurden die Meisten falschen Annahmen bereits wissenschaftlich widerlegt, aber dennoch sind diese Mythen fest in den Köpfen der Deutschen verankert. Aber nicht nur bei uns Deutschen halten sich viele falsche Annahmen beständig. Auch bei unseren Nachbarn, den Schweizern und Österreichern halten sich die Irrtümer hartnäckig. Zu diesem Schluss kommt eine für den Report durchgeführte Umfrage von Brand eins Wissen – Brand eins Wissen waren an der Entstehung des Reports beteiligt. Auf der Webseite von Brand eins Wissen findet man übrigens auch die Kaffeereports der letzten Jahre (siehe Quelle 2).

Beispielsweise meinen ca. 36 Prozent der Befragten, dass Personen mit Bluthochdruck ihren Kaffeekonsum auf maximal zwei Tassen beschränken sollte. Laut dem Kaffeereport belegen wissenschaftliche Studien, dass der Einfluss von Kaffee auf den Kreislauf eher zu vernachlässigen ist. Der Blutdruck kann zwar durch das im Kaffee enthaltene Koffein kurz ansteigen, fällt dann aber wieder rasch auf den Ausgangswert zurück.

Ein weiterer Mythos ist die dehydrierende Wirkung von Kaffee. Bis noch vor wenigen Jahre herrschte die Meinung, dass das Koffein im Kaffee dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe entzieht. Heute weiß man aber, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Dies hat Sophie Killer (Ernährungswissenschaftlerin an der Universität Kent) in einer Studie herausgefunden.

Kaffee macht süchtig ist ein weiterer Mythos, den man immer wieder hört. Auch das entspricht nicht so ganz der Wahrheit. Führt man seinem Körper regelmäßig Koffein zu, so gewöhnt er sich daran. Man spricht hier von einer sogenannten Toleranz, was von der Definition her nicht mit einer Abhängigkeit gleichzusetzen ist. Es ist aber wirklich so, das Menschen die viel Kaffee trinken durchaus Entzugserscheinungen wie leichte Kopfschmerzen bekommen können.

Kaffee hilft gegen Diabetes

Eine Expertengruppe hat 2009 alle bis dahin erschienen Studien zum Thema Diabetes Typ 2 und Kaffee (koffeinhaltigen und entkoffeinierten) sowie Teekonsum veröffentlicht. An der Analyse waren über 970.000 Teilnehmer beteiligt. Das Ergebnis war, mit steigendem Kaffeekonsum sinkt das Risiko für die Entstehung von Diabetes Typ 2. Genauer gesagt: Bei Probanden die täglich drei bis vier Tassen Kaffee tranken, war das Risiko um ein Viertel niedriger als bei den Testpersonen, die kein Kaffee tranken. So heißt es im Kaffeereport. Leider weiß man aber bis heute noch nicht, welcher der Inhaltsstoffe im Kaffee für diesen Effekt verantwortlich ist.

Kaffee schützt vor typischen Alterserkrankungen

Kaffee hat auch noch positive Effekte wenn es um unsere typischen Alterserkrankungen geht. Ein langjähriger Genuss von bis zu fünf Tassen Kaffee reduziert das Risiko, im Alter an Alzheimer oder anderen Demenzformen zu erkranken. Hierzu haben chinesische Wissenschaftler 2014 eine Studie mit 200.000 Teilnehmern durchgeführt und kam zu dem Schluss, das Männer die regelmäßig Kaffee trinken, ein geringeres Risiko tragen, an Prostatakrebs zu erkranken.

Fazit zum Kaffeereport 2015

Der Kaffeereport 2015 bietet seinen Lesern eine Menge interessante Fakten über den Zusammenhang von Kaffee und Gesundheit. Dabei räumt er auch mit einer Menge Mythen auf. Anhand von gut illustrierten Grafiken und Tabellen werden Informationen über die Produktion des Kaffees sowie der Kaffeekonsum in Deutschland oder auch seine Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Kaffeebranche dargestellt.

Links und Quellen zum Thema Kaffeereport, Zahlen und Fakten

1.) Kaffeereport: Kaffee in Zahlen 2015
Kaffeereport von Tchibo

2.) Mit zuständig für den Report: brand eins Wissen
Alle Kaffeereporte bei brand und Wissen

3.) Für alle, die Lust auf noch mehr Studien haben
Institute for Scientific Information on Coffee (ISIC)

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